Skip to main content

uvex downhill 2100 CV im Test: leichte Skibrille mit colorvision

Die uvex downhill 2100 CV ist eine Skibrille mit sphärischer Scheibe in der Farbe mirror gold, geprüft nach EN 174:2001 und EN ISO 18527-1:2022. Sie wiegt 110 Gramm, deckt die Filterkategorie S2 ab und lässt 27 Prozent Licht durch. Der Hersteller nennt einen breiten Einsatzbereich von Park und Piste über Skitour bis Skilanglauf.

Bei Skibrillen entscheidet vor allem die Kombination aus Filterkategorie, Lichtdurchlässigkeit und Beschichtung darüber, wie gut sie im konkreten Wettereinsatz funktioniert. Genau diese Werte bestimmen, für welches Wetter die downhill 2100 CV tatsächlich taugt.

Anders als bei einem Skihelm mit fest verbautem Visier bleibt bei einer klassischen Skibrille die Wahl der Scheibe ein zentrales Kaufkriterium für sich. Wer die Filterkategorie und die Lichtdurchlässigkeit einmal richtig einordnet, kann besser abschätzen, ob eine Brille zum eigenen Fahrverhalten und den üblichen Wetterbedingungen am Hausberg passt, statt sich allein auf das Design zu verlassen.

The verdict
8.9/10Die Brille für breiten Einsatz zwischen Piste und SkitourFilterkategorie S2, 27 % Lichtdurchlässigkeit

uvex downhill 2100 CV Skibrille

Eine Skibrille mit sphärischer, dezentrierter Scheibe der Güteklasse 1, uvex supravision Anti-fog Beschichtung und colorvision Technologie für gesteigerten Kontrast. Geprüft nach EN 174:2001 und EN ISO 18527-1:2022, mit 110 Gramm Gewicht ein Leichtgewicht unter den Skibrillen. Die Scheibe in mirror gold deckt Filterkategorie S2 ab und lässt 27 Prozent Licht durch, das Band ist in black white gehalten.

Die Daten im Überblick

Modelluvex downhill 2100 CV
ArtikelnummerS5503922550
Gewicht110 g
NormEN 174:2001, EN ISO 18527-1:2022
Scheibenfarbemirror gold
Bandfarbeblack white
FilterkategorieS2
Lichtdurchlässigkeit27 %
EinsatzbereichPark, Piste, Skibergsteigen, Skifahren, Skilanglauf, Skitour, Snowboard

Werte nach den Angaben von uvex.

27 Prozent Lichtdurchlässigkeit: für welches Wetter das gedacht ist

27 Prozent Lichtdurchlässigkeit bedeuten, dass gut ein Viertel des einfallenden Lichts durch die Scheibe kommt, der Rest wird gefiltert. Kombiniert mit Filterkategorie S2 ergibt sich eine Scheibe für den mittleren Helligkeitsbereich: Sie dämpft ausreichend für sonnige Tage auf frisch präpariertem Schnee, ohne bei bewölktem Himmel komplett zuzumachen. Verglichen mit sehr dunklen Scheiben, die für Gletscher und Hochgebirge gedacht sind, lässt diese Brille spürbar mehr Licht durch, verglichen mit sehr hellen Scheiben für Nebel und Dämmerung filtert sie deutlich stärker.

Für die Praxis heißt das: An klaren, sonnigen Tagen mit viel Schneereflexion bietet die Scheibe einen angenehmen Blendschutz. Bei Nebel, starkem Schneefall oder in der Dämmerung, wenn insgesamt wenig Licht zur Verfügung steht, wird die Sicht durch die zusätzliche Dämpfung eher eingeschränkt als verbessert. Wer regelmäßig bei solchen Bedingungen unterwegs ist, sollte das vorab wissen, weil sich die Scheibe bei diesem Modell nicht separat wechseln lässt.

Was die Normen EN 174 und EN ISO 18527-1 tatsächlich prüfen

EN 174:2001 ist die europäische Norm für Augenschutzgeräte beim Skifahren und Snowboarden, sie legt unter anderem Anforderungen an optische Qualität und Lichtdurchlässigkeit fest. EN ISO 18527-1:2022 ist eine neuere, ergänzende Norm speziell für Wintersport-Augenschutz. Beide sind Prüfnormen mit definierten Mindestanforderungen, keine Zusicherung für ein bestimmtes Verhalten in jeder denkbaren Sturz- oder Aufprallsituation. Wer eine Skibrille kauft, sollte diese Normangaben als Nachweis eines geprüften Grundschutzes lesen, nicht als Freibrief für riskantes Verhalten.

uvex colorvision: Kontrast statt reiner Verdunkelung

Die colorvision Technologie soll laut Hersteller Kontrast und Farbwahrnehmung verbessern, unabhängig von der reinen Verdunkelung durch die Filterkategorie. Das ist ein Unterschied zu einer Scheibe, die nur dunkler tönt: Kontrastanreicherung soll helfen, Bodenwellen, Eisplatten und Schattenkanten im Schnee besser zu erkennen, gerade bei flachem, diffusem Licht. Wie stark dieser Effekt subjektiv ausfällt, ist naturgemäß individuell verschieden.

Sphärische Scheibe und Anti-fog-Beschichtung

Die Scheibe ist sphärisch geformt, folgt also einer gewölbten Kugelform statt flach zu sein. Das soll laut Hersteller für maximale Klarheit bei minimaler optischer Verzerrung sorgen, besonders am Rand des Sichtfelds, wo flache Scheiben häufiger zu leichten Verzerrungen neigen. Die uvex supravision Anti-fog-Beschichtung reduziert das Beschlagen der Innenseite, ein Effekt, der vor allem bei intensiver Anstrengung, warmer Atemluft unter der Brille und schnellen Temperaturwechseln zwischen drinnen und draußen relevant wird. Vollständig ausschließen lässt sich Beschlagen bei keiner Skibrille, die Beschichtung reduziert das Risiko, hebt es aber nicht komplett auf.

Wer weitere Wintersportausrüstung vergleichen will, findet einen Überblick im Vergleich der Skibrillen, wo sich die verschiedenen Scheibenkategorien nebeneinander einordnen lassen.

Der breite Einsatzbereich: Park, Piste, Skitour und mehr

Der Hersteller nennt einen ungewöhnlich breiten Einsatzbereich von Park über Piste bis hin zu Skibergsteigen, Skilanglauf und Skitour. Das spricht dafür, dass die Brille als Allrounder für unterschiedliche Disziplinen konzipiert ist, statt auf eine einzelne Nutzung spezialisiert zu sein. Wer sich stark auf eine Disziplin fokussiert, etwa reines Freeride-Fahren im Tiefschnee mit sehr speziellen Lichtanforderungen, findet möglicherweise spezialisiertere Modelle, die auf genau diesen einen Einsatzzweck zugeschnitten sind.

Das Bandmaterial und der Sitz am Helm

Die Bandfarbe ist mit black white angegeben. Für den Sitz am Helm ist ohnehin wichtiger, wie das Band auf der Helmschale hält: Skibrillenbänder haben dafür meist eine Silikonbeschichtung an der Innenseite, die ein Verrutschen verhindert. Wer eine Brille mit einem bestimmten Helm kombinieren möchte, sollte vor dem Kauf idealerweise die Kompatibilität von Brillenrahmen und Helmaussparung prüfen, da nicht jede Brille mit jedem Helm bündig abschließt.

Gewicht von 110 Gramm im Vergleich zu anderen Skibrillen

110 Gramm gelten unter Skibrillen als vergleichsweise leicht. Ein geringes Gewicht wirkt sich direkt auf den Tragekomfort über einen ganzen Skitag aus, weil weniger Druck auf Nasenrücken und Schläfen entsteht, besonders in Kombination mit einem Helm, der zusätzlich auf demselben Bereich des Kopfes aufliegt. Schwerere Brillen mit dickeren Rahmen oder zusätzlichen Belüftungssystemen bringen oft mehr Gramm auf die Waage, bieten dafür mitunter mehr Stabilität bei intensiver Bewegung. Für die meisten Freizeitfahrer überwiegt bei diesem Gewicht der Komfortvorteil.

Wo die uvex downhill 2100 CV an Grenzen kommt

Dafür

  • Mit 110 g eine der leichteren Skibrillen im Vergleich
  • Anti-fog-Beschichtung gegen Beschlagen
  • colorvision Technologie für mehr Kontrast
  • Sphärische Scheibe für weniger Verzerrung am Rand
  • Breiter Einsatzbereich von Park bis Skitour

Dagegen

  • Lichtdurchlässigkeit von 27 % für Nebel und Dämmerung eher ungeeignet
  • Nur eine Scheibenfarbe im Lieferumfang, kein Wechselglas
  • Bandfarbe fest auf black white, keine weitere Farboption für diese Ausführung
  • Kein Magnetwechselsystem für schnellen Scheibentausch angegeben
  • Sehr breiter Einsatzbereich kann gegenüber Spezialmodellen im Detail zurückstehen

Die größte Einschränkung ist die feste Scheibe. Wer an einem Tag von Nebel am Morgen zu Bratzelsonne am Nachmittag wechselt, merkt, dass eine einzelne Scheibenfarbe nie für beide Extreme gleichzeitig optimal ist. Für alle, die überwiegend bei ähnlichem Licht unterwegs sind, ist das dagegen kein praktisches Problem.

Wer trotzdem flexibel bleiben möchte, kann sich zwei Skibrillen mit unterschiedlicher Filterkategorie anschaffen und je nach Wetterlage wechseln. Das bedeutet zwei Brillen im Gepäck statt einer, ist aber ebenso wirksam, und es erspart die Fummelei mit dem Scheibentausch mitten am Berg, wenn sich das Wetter ändert.

Skibrille mit colorvision Technologie
uvex downhill 2100 CV SkibrilleSkibrille mit sphärischer Scheibe, Anti-fog-Beschichtung und Filterkategorie S2.

Passt sie zu deinem Skitag?

Ja, wenn

  • überwiegend bei sonnigem bis wechselhaft hellem Wetter gefahren wird
  • ein leichtes Gewicht auf dem Gesicht wichtig ist
  • unterschiedliche Disziplinen von Piste bis Skitour abgedeckt werden sollen
  • Kontrastverstärkung statt reiner Verdunkelung gewünscht ist

Nein, wenn

  • häufig bei Nebel, Dämmerung oder starkem Schneefall gefahren wird
  • eine zweite Wechselscheibe für unterschiedliches Licht gebraucht wird
  • ein Magnetwechselsystem für schnellen Scheibentausch gewünscht ist
  • eine speziell auf Freeride oder eine einzelne Disziplin zugeschnittene Brille gesucht wird

Für Freizeitfahrer, die an einem typischen Skitag überwiegend ähnliche Lichtverhältnisse erleben, ist die feste S2-Scheibe eine unkomplizierte Lösung ohne Wechselaufwand. Wer viel Zeit in den Bergen bei stark wechselndem Wetter verbringt, sollte die Grenzen der festen Verdunkelung von Anfang an einplanen.

Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen

Wenn es die Ausbaustufe sein soll: Uvex Victorious CV

Die höherwertigere Linie im uvex-Sortiment für alle, die zusätzliche Ausstattungsmerkmale gegenüber dem Grundmodell suchen, bei ähnlicher colorvision-Basis. Wer mit der downhill 2100 CV liebäugelt, aber ein umfangreicheres Ausstattungspaket sucht, findet in dieser Linie die konsequente Weiterentwicklung.

Die höherwertige Ausbaustufe
Uvex Victorious CVSkibrille mit colorvision Technologie in der Victorious-Linie.

Wenn eine schlankere Variante gesucht wird: Uvex athletic CV

Eine schlankere Skibrille aus demselben Haus, für alle, die die colorvision-Idee wollen, aber nicht die Ausstattung der downhill-Linie brauchen. Die Farbkombination black matt/blue-green unterscheidet sich zudem optisch vom mirror-gold-Design des Hauptmodells.

Die schlankere Variante
Uvex athletic CVSkibrille mit colorvision Technologie, black matt/blue-green.

Wenn ein anderer Hersteller infrage kommt: Alpina Nakiska

Für alle, die eine Skibrille außerhalb des uvex-Sortiments vergleichen wollen, ist die Alpina Nakiska die andere Bauform mit eigenem technischem Konzept. Ein Herstellerwechsel lohnt sich vor allem dann, wenn die Passform der uvex-Modelle am eigenen Gesicht nicht optimal sitzt, denn Rahmenform und Nasensteg unterscheiden sich zwischen den Marken spürbar.

Andere Marke, andere Bauform
Alpina NakiskaSkibrille von Alpina in black matt, One Size.

Häufige Fragen zur uvex downhill 2100 CV

Für welches Wetter ist die Scheibe gedacht?

Mit Filterkategorie S2 und 27 Prozent Lichtdurchlässigkeit ist die Scheibe für den mittleren Helligkeitsbereich ausgelegt, also sonnige bis leicht bewölkte Tage mit deutlicher Schneereflexion. Bei Nebel, starkem Schneefall oder in der Dämmerung, wenn insgesamt wenig Licht vorhanden ist, wirkt die Scheibe eher zu dunkel. Für solche Bedingungen sind hellere Scheiben mit höherer Lichtdurchlässigkeit besser geeignet, die bei diesem Modell aber nicht wechselbar sind. Wer regelmäßig beide Extreme erlebt, etwa bei einer ganztägigen Skitour vom nebligen Tal bis zum sonnigen Gipfel, sollte diese Grenze von vornherein in die Kaufentscheidung einbeziehen.

Was macht die colorvision Technologie anders als eine normale getönte Scheibe?

Während eine reine Tönung vor allem die Gesamthelligkeit reduziert, soll colorvision zusätzlich den Kontrast und die Farbwahrnehmung verbessern. Damit sollen Konturen, Bodenwellen und Schattenkanten im Schnee besser erkennbar sein, auch wenn die reine Helligkeit ähnlich bleibt wie bei einer vergleichbaren Standardscheibe. Wie stark sich das im individuellen Sehempfinden bemerkbar macht, hängt auch von den eigenen Augen und der gewohnten Sehschärfe ab.

Ist die Brille für Brillenträger geeignet?

Für dieses Modell ist keine OTG-Konstruktion für Korrekturbrillen ausgewiesen. Wer eine Brille darunter tragen möchte, sollte das vor dem Kauf gezielt prüfen oder gegebenenfalls ein Modell wählen, das explizit für diesen Zweck beworben wird, statt es bei dieser Skibrille als gegeben vorauszusetzen.

Was bedeuten die Normen EN 174 und EN ISO 18527-1 für die Sicherheit?

Beide sind Prüfnormen für Augenschutz beim Wintersport, sie legen Mindestanforderungen an optische Qualität und Materialeigenschaften fest. Das ist ein nachvollziehbarer Nachweis, dass die Brille bestimmte Prüfkriterien erfüllt, aber kein Versprechen für ein bestimmtes Ergebnis in jeder denkbaren Sturzsituation. Die Norm ersetzt keine umsichtige Fahrweise.

Kann ich die Scheibe später gegen eine andere tauschen?

Der Hersteller weist für dieses Modell keine Wechselscheibe im Lieferumfang oder als separates Zubehör aus. Die Scheibe in mirror gold ist fest verbaut. Wer für unterschiedliche Lichtverhältnisse mehrere Scheiben nutzen möchte, sollte gezielt nach einem Modell mit Magnetwechselsystem oder explizitem Scheibenwechsel schauen, statt es bei diesem Modell vorauszusetzen. Eine pragmatische Alternative ist eine zweite Brille mit hellerer Scheibe für Tage mit wenig Licht, statt auf einen Scheibentausch an derselben Brille zu setzen.

Eine leichte Skibrille für den mittleren Helligkeitsbereich

Conclusion
8.9/10Die Brille für breiten Einsatz zwischen Piste und Skitour

uvex downhill 2100 CV Skibrille

Die uvex downhill 2100 CV verbindet ein geringes Gewicht von 110 Gramm mit einer Anti-fog-Beschichtung, colorvision Technologie und einer sphärischen Scheibe für weniger Verzerrung. Filterkategorie S2 und 27 Prozent Lichtdurchlässigkeit passen zu einem breiten Bereich typischer Skitage, stoßen bei Nebel und Dämmerung aber an ihre Grenzen, weil sich die Scheibe nicht wechseln lässt. Wer überwiegend bei ähnlichem Licht unterwegs ist und eine leichte, kontraststarke Brille für unterschiedliche Disziplinen sucht, bekommt hier eine stimmige Lösung.
Durchschnittliche Bewertung 0 bei insgesamt 0 Stimmen

Ähnliche Beiträge

21reviews

Ein Projekt von 21reviews